Der 9. November 1918 – Novemberrevolution

http://www.anarchosyndikalismus.de.vu

von syndikalismus
„Es lebe das revolutionäre internationale Proletariat!“ 

Ausgehend vom Aufstand der Kieler Matrosen, die am 29. Oktober 1918 den Befehl zum Auslaufen der Flotte verweigerten, kam es mit dem Hintergrund der Menschenschlachterei im 1. Weltkrieg zur Ausweitung revolutionärer Aufstände in zahlreichen Gebieten und Städten des deutschen Reichs. (Aber auch in anderen europäischen Ländern, wie z.B. in Ungarn). Vielerorts wurden Arbeiter- und Soldatenräte gebildet, die von Anfang an von der Sozialdemokratischen Partei mit Lügen und Verleumdungen bekämpft und schließlich durch den Einsatz der prä-faschistischen Freikorps militärisch besiegt wurden. In einigen Städten bildeten sich Räterepubliken, in welchen die arbeitende Klasse eine Form von Selbstverwaltung und direkter Demokratie praktizierte. Doch auch an eigenen Unzulänglichkeiten, wie z.B. mangelnder Organisation und Entschlossenheit – z.B. bei der Enteignung der Banken und Betriebe, scheiterte die Revolution.

Wir gedenken den Kämpferinnen und Kämpfern der Räterevolution und den Arbeiter- und Soldatenräten von vor 92 Jahren mit Zuneigung und Verbundenheit und werden uns bemühen weiterhin unseren Beitrag zur Vorbereitung der sozialen Revolution zu leisten. Dabei wissend um die verbrecherische konterrevolutionäre Politik der Parteien und ihren Taktiken zur Zerschlagung und Zersetzung der Revolution, sowie der Notwendigkeit bewusster anarcho-syndikalistischer Revolutionärinnen und Revolutionäre.

Die Rätekämpferinnen und Rätekämpfer sind nicht vergessen!

Es lebe die soziale Revolution!

Es lebe die freie Gesellschaft!


Vom faschistischen Abschaum, den Freikorps, erschossene Genossen. 

Revolutionäre Arbeiter am Brandenburger Tor in Berlin. 

1918: Räte in Deutschland

9. November 2010
von syndikalismus

Der folgende Text von Richard Müller – einem Mitglied der „Revolutionären Obleute“ aus Berlin – ist leider noch immer einer der ganz wenigen Texte, der aus einer revolutionären Perspektive heraus über das Wesen der Arbeiter- und Soldatenräte und das Rätesystem generell informiert. Seit dem Ende der 1970er Jahre ist der Aufsatz in mehreren Auflagen als kleine Broschüre erschienen. Sein Manko ist die unkritische positive Übernahme der “Diktatur des Proletariats” und der marxistischen Ideologie, und damit das Ausblenden der neuen Machtstrukturen durch eine kommunistische Partei, welche eine “Übergangsgesellschaft” erfordere. Daher ist der Text mit kritischen Augen zu lesen und als historisches Dokument eines marxistischen Rätekämpfers zu bewerten.  Die meisten Berichte zur deutschen Revolution – besonders in wissenschaftlichen Abhandlungen – sind offen konterrevolutionär und sozialdemokratisch. Es gibt nur wenige Veröffentlichungen, die sich auf die revolutionären Arbeiter und Soldaten positiv beziehen. Hervorzuheben sind dabei die beiden Bände von Michael Seligmann „Aufstand der Räte“ (Trotzdem-Verlag), in welchem dieser über die Revolution in Bayern und die verschiedenen dortigen Räterepubliken berichtet, sowie eine Abhandlung der FAU Bremen über die Bremer Räterepublik und die Beteiligung der Anarchosyndikalisten an ihr. (Link zur Broschüre im PDF-Format hier). Zur Novemberrevolution in Hamburg hat der Anarcho-Syndikalistische Kreis/Vereinigung Aller Berufe (ASK/VAB Hamburg-Altona) ebenfalls eine lesenswerte Broschüre herausgegeben. (Link zur Broschüre im PDF-Format hier )

Ergänzungen und Hinweise zu Literatur und Berichten zur Novemberrevolution sind erwünscht.

Das Rätesystem in Deutschland

von Richard Müller

1) Entstehung des Rätegedankens

Revolutionäre Matrosen in Hamburg. 

Der Rätegedanke und die Arbeiterräte werden des öfteren als spezifisch russische Erscheinung bezeichnet. Das beruht auf einer Verkennung der objektiven Ursachen dieses neuen Gedankens. Der Rätegedanke ist eine Ausdrucksform des proletarischen Klassenkampfes, der proletarischen Revolution, die sich im entscheidenden Stadium befindet. Man könnte allerdings aus der Revolutionsgeschichte früherer Jahrhunderte ähnliche Erscheinungsformen nachweisen; doch darauf will ich im Rahmen dieser Arbeit verzichten.


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