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Der Prozess gegen Billy, Silvia und Costa nähert sich: den Kampf gegen die Schädlichkeiten neu lancieren

Posted in Avrupa haberler, Deutschsprachige Artikel, Duyurular, Eko yazilari, English, Haberler with tags , on 11/03/2015 by Karakök

cropped-HEADER2Es sind fast fünf Jahre seit unserer Verhaftung in der Schweiz vergangen, als bei einer Polizeisperre auf dem Albispass im Kanton Zürich im Auto, mit dem wir unterwegs waren, Sprengstoff, einige Propangasflaschen, Benzinkanister und einige Kopien eines mit Earth Liberation Front Switzerland unterzeichneten Bekennungsschreiben aufgefunden wurden. Ziel des Angriffs war gemäss Bekennungstext das „Binning and Rohrer Nanotechnology Center“ von IBM, eine damals im Bau stehende Struktur, mit der die ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) Zürich eng zusammenarbeitet.

Der Prozess fand eineinhalb Jahre nach unserer Verhaftung statt, mit folgenden drei Anklagen: strafbare Vorbereitungshandlungen zur Brandstiftung; Verbergen und Transport von Sprengstoff; unerlaubter Handel (Einführung) mit Sprengstoff. Die vom Bundesstaatsanwalt Hansjörg Stadler beantragten Strafen zwischen 3 Jahren und 4 Monaten und 3 Jahren und 8 Monaten wurden vom Bundesrichter Walter Wütrich weitgehend angenommen und das Gericht bestätigte alle Anklagepunkte ausser den unerlaubten Handel (Einführung) von Sprengstoff, wofür wir freigesprochen wurden.

Gleichzeitig hatte die Staatsanwaltschaft Turin unverzüglich umfangreiche Ermittlungen zu den von den Schweizern bei uns gefundenen Sprengstoffpatronen eingeleitet um deren Herkunft zu bestimmen. Nach Abschluss der Ermittlungen sind die vom Staatsanwalt Enrico Arnaldi Di Balme gegen uns erhobenen Anklagepunkte ebenfalls drei: terroristische Handlung mit tödlichen Sprengsätzen, Besitz und Transport im öffentlichen Raum von Sprengstoff und Hehlerei von Sprengstoff mit den erschwerenden Umständen des terroristischen Zweckes.

In diesen 5 vergangenen Jahren wurde unsere Analyse der Gegenwart bloss weiter bewahrheitet, folglich konnte unser anarchistisches und ökologisches Fühlen bloss noch stärker werden. Die Nano- und Biotechnologien sind im Rennen zur immer schärfer beschleunigten Plünderung und Zerstörung der Erde die jüngsten Wege des kapitalistischen techno- industriellen Systems. Wie alle vorherigen Wege (man denke an die Ära der Industrialisierung) gaukelt uns auch dieser als das wahres Wunderwerk vor, was, wie wir uns leicht vorstellen können, sich zum Albtraum entwickeln wird.

Diese Technologien entstehen aus der vom Informationszeitalter gebrachten Veränderung der früheren aus Hebeln und Räderwerken bestehenden mechanistischen Weltanschauung, die von einer aus Informationsbits gemachten mathematischen Anschauung verdrängt wurde, in der die ganze Realität auf einen Logarithmus zurückgeführt werden soll. Eine Anschauung, die sich durchgesetzt hat weil sie den Bedürfnissen des Systems am besten dient.  In ihrer Durchsetzung hat sie der Wissenschaft bisher kaum vorstellbare Möglichkeiten zur Erfüllung jener Aufgabe erschlossen, die ihr durch die Phasen und die Autophagie des Systems immer dringlicher gestellt wird: die lückenlose Aneignung aller Dinge des Universums, um sie bis in ihre kleinsten infinitesimalen Bestandteile bzw. ihre „Bits“ zu zerlegen. Mit dem Ziel, auf irgend eine universelle Basiseinheit zu stossen, wodurch die Wissenschaftler die Gesamtheit des Bestehenden auf eine derartig ausreichende Austauschbarkeit und Gleichwertigkeit reduzieren können, um dann mit der Ingenieurisierung dieses neuen (weil vorher unzulänglichen) Rohstoffes alle Dinge dieses Universums für die Bedürfnisse der Herrschaft verwendbar zu machen. Diese Technologien sind also für das System ein Pfeiler, um darauf die Produktions- und Versorgungsprozesse neu zu gründen, die für sein Wachstum grundlegend sind. Ein Wachstum, von dem man auf einem schon weit über seine Möglichkeiten hinaus ausgeplünderten Planeten wünscht, dass es endlos sei. Und die Konvergenz der Wissenschaften, wie auch bei den GVO, ist von einer Entwicklung das Letzte der Versprechen, das die ökologische Krise, in die uns dieselbe ökozidische Entwicklung gestürzt hat, hätte lösen sollen.

Wie schon in einem früheren Text gesagt, wurde das „Binning and Rohrer Nanotechnology Center“  wenige Monate vor unserem Prozess in der Schweiz in Betrieb genommen und eingeweiht. Seit etwa drei Jahren bietet es 950 m² zur Zusammenarbeit in der Grundlagenforschung über neue Elemente und Baustoffe in nanometrischer Skala an. Es ist eine Forschungsanstalt, die den Forschern von IBM, ETH und anderen Partnern ermöglichen wird, das Wissen und vor allem die Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologien viel weiter, viel viel weiter als bis zu den heute erreichten Anwendungen in der Kosmetik, in den Pneus oder den Nanotechsprays zu treiben. Das versichert uns Matthias Kaiserwerth, Direktor der Struktur. Für uns, da kann IBM oder die ETH noch so sehr prahlen, sie hätten ein in der Welt einzigartiges Labor – obwohl sie irgendwie auch recht haben – ist es eine Tatsache, dass die Orte, in denen die Ingenieurisierung und Manipulierung des Lebens und des Planeten vorangetrieben werden, zahlreich und vor allem ziemlich überall anzutreffen sind. Von den Forschungszentren der Multis bis zu den Unis, von den Wissenschaftspolen bis zu den nationenübergreifenden Forschungsanstalten, es ist eine Welt, die sich parallel zu unserer Lebensrealität bewegt und über unseren Köpfen hinweg eine Zukunft plant und errichtet, die man uns auferlegen wird und deren Umrisse wir schon jetzt ausmachen können. Eine Welt mit Namen und Anschrift.

Im Verlaufe der Jahre verspürten wir immer stärker die Dringlichkeit zum Versuch, Kämpfe gegen diese Entwicklung aufzubauen und dabei genau vom Verständnis ihrer Unabdingbarkeit für das System und auch für die Schädlichkeit der bio- und nanotechnologischen Entwicklungen auszugehen. Eine Schädlichkeit, was man klären muss, nicht für die menschliche Gesundheit oder als Umweltproblem sondern als Verhältnis zwischen Macht und Technologie, das in der Neugestaltung/Ersetzung/Zerstörung der Ökosysteme und des Lebens umgesetzt wird. Also ein weit umfassender Begriff von Schädlichkeit, der direkt zur einzig eigentlichen Schädlichkeit führt, nämlich zum System selbst. Es ist eine Dringlichkeit, die wir weiter verspüren und darum, vor diesem aktuellen Sprung nach vorne des technologischen und industriellen Systems, bleiben wir überzeugt, wie sehr sie in eine zwingend radikale Kritik umgesetzt werden muss, und dass sie nicht vom sozialen und wirtschaftlichen Kontext absehen kann, von dem diese Schädlichkeiten sowohl Produkt als auch Notwendigkeit sind.  Eine Kritik, die ihrerseits fähig sei, die zu ihrem Ausdruck und zu ihrer Weiterentwicklung benötigten Ströme an Tinte und Worten in Kampf und direkte Aktion zu verwandeln. Wir bleiben also immer noch von der Notwendigkeit überzeugt, radikale Umweltkämpfe gegen diese todbringende technoindustrielle Tendenz zu entwickeln, aber mit der klaren Trennlinie, dass der Kampf ausschliesslich als eine wirkliche Chance um alles in Frage zu stellen betrachtet wird und nicht als Raum zum Versuch, für sich eine Rolle im politischen Trauerspielchen zu ergattern oder um „ökologisch nachhaltige“ Alternativen zum System feilzubieten.

Wir sehen, wie die Orte der technowissenschaftlichen Macht sich in eine Konstellation von ultra- spezifischen Interessen und Projekten dezentralisieren und molekularisieren, obwohl sie schlussendlich immer und zwingend miteinander verbunden sind. Es ist immer unklarer und schwieriger zu verstehen, wo man am wirksamsten eingreifen und zuschlagen kann. Eine andauernde Inspirationsquelle in diesem Sinne sind, einerseits, diejenigen auf der ganzen Welt, die sich der Dringlichkeit des Kampfes weiter bewusst sind und Projekte, Kampagnen, Mobilisierungen und Kämpfe voranbringen, um das zu verteidigen, wovon man sich als Teil fühlt, und andererseits die Sabotagen und die zerstörerischen Angriffe gegen die Räderwerke, aus denen das industrielle, technowissenschaftliche, patriarchale und kapitalistische System besteht.

Sich über den Kampf aufs Spiel zu setzen, das wissen wir sehr gut, heisst früher oder später mit der Repression abrechnen zu müssen und das kann man nicht vermeiden. Was man aber nicht nur vermeiden kann sondern muss, ist die von der Repression Betroffenen alleine zu lassen. Die Unterstützung für die Gefangenen ist etwas, wovon man nicht absehen kann und neben der eher unmittelbaren Solidarität und Hilfe ist die Weiterführung der Kämpfe, wofür die GenossInnen bezahlen, ebenso wichtig und grundlegend.

In unserem Fall, nun ausserhalb jener Mauern, haben wir die Energien der Vielen wahrlich geschätzt, die, neben der Herzlichkeit der eher unmittelbaren und notwendigen Hilfe durch Abende und Initiativen, in den vergangenen Monaten unserem spezifischen Fall, aber auch und vor allem den Themenfeldern Raum gegeben haben, zu denen uns eine Auseinandersetzung und die Übermittlung unseres Empfindens am Herzen liegt. Das bleibt für uns fundamental.

Auf den 23. April wurde die Vorverhandlung festgelegt, wo entschieden wird, ob dieser „Déjà-vu“ Prozess gemacht wird oder nicht. Unsererseits verspüren wir nicht so sehr ein Interesse daran, auf unseren spezifischen Fall, auf den Prozess gegen uns aufmerksam zu machen, sondern viel mehr die Lust, diesen Moment in eine Gelegenheit, auch der Mobilisierung, verwandeln zu können, um diese Thematiken und das uns vereinende Empfinden neu zu lancieren.

Nicht die Repression ins Zentrum stellen, sondern, ohne an andere zu delegieren, das Handeln gegen die Bio- und Nanotechnologien, gegen das Nukleare, gegen jede andere Schädlichkeit dieses todbringenden Systems und im Wesentlichen: gegen diese Gegenwart der Vernichtung und Verheerung.

Für die Befreiung der Erde. Für die Befreiung der Tiere.
Billy, Costa, Silvia, Februar 2015

Auf den Prozess hin befinden wir uns in der Lage, zahlreiche juristische Kosten decken zu müssen, wir bitten alle um Unterstützung mit Benefiz-Initiativen und Spenden auf das auf Marta Cattaneo ausgestellte Postgirokonto mit IBAN Code: IT11A0760111100001022596116 bitte mit Grundangabe:
solidarietà a Silvia Billy Costa

Für Kontakte:
nfo@resistenzealnanomondo.org
www.resistenzealnanomondo.org
www.silviabillycostaliberi.noblogs.org

Üb. Feb. 2015 von mc, Menzingen, CH, aus dem Italienisch

Okumaya devam et

Anarchist Group Seizes Headquarters of Greek Syriza Party in Athens

Posted in Avrupa haberler, Deutschsprachige Artikel, Direnis, English with tags on 09/03/2015 by Karakök

The Greek anarchist group Rubicon said it took over the Syriza party’s office in Athens to support several dozens of Greek inmates, including those charged with terrorism, who began a hunger strike earlier on Sunday.

syriza

ATHENS (Sputnik) — Members of a Greek anarchist movement seized the central office of the left-wing Syriza party in Athens, demanding to close maximum security prisons and free those detained in connection with the case of Conspiracy of the Fire Nuclei radical group.The Conspiracy of Fire Nuclei took part in several terrorist attacks, including attempting to send parcel bombs to a number of embassies in Athens in 2010. According to local media, some 60 people took part in the seizure of Syriza headquarters. Currently, the spokesperson for Syriza and the party’s secretary remain inside the building having locked themselves up in their offices.

“We will not be mere spectators in the struggle for the liquidation of laws that terrorize us,” Rubicon said in a statement published on the website of Greek anarchists’ organizations.The activists demand freeing the relatives of the Conspiracy of Fire Nuclei members, who were arrested earlier in March on suspicion of aiding terrorist activities and another radical left activist, who was injured during a failed bombing attempt in 2002. The group also demands the government to reduce the length of maximum prison term from life sentence to 12 years and the length of pre-trial detention to a maximum of 12 months, as well as to allow prisoners use Internet. Syriza, or The Coalition of the Radical Left, won the majority in the Greek parliament during the election in January.

Read more: http://sputniknews.com/europe/20150308/1019230521.html#ixzz3TpneumSO

*_DEMO gegen die Versuchstiertransporte und Ausschaffungsflüge durch AIR FRANCE / KLM_*

Posted in Avrupa haberler, Deutschsprachige Artikel, Eko yazilari with tags on 22/02/2015 by Karakök

Die nächste Kundgebung am Euro-Airport Basel-Mulhouse findet am nächsten
Sonntag, 1. März 2015 um 15:45-16:45 Uhr statt.

An unserer letzten Demo am 18. Januar haben sich 60 Personen aktiv
beteiligt! Das war einfach super!

Kommt auch diesmal zahlreich vorbei! DANKE für euren Einsatz!!

HUMAN FREEDOM ANIMAL RIGHTS – ONE STRUGGLE, ONE FIGHT

Dass wir AirFrance gewaltig auf die Nerven gehen, zeigt auch das
Verhalten der Polizei und Behörden. Die monatliche Demobewilligung wurde
nun an die Bedingung geknüpft, dass wir in unseren aufsehenerregenden
und kreativen Theatern keine „Polizeigewalt“ mehr darstellen (bei
Nichtbefolgung droht eine Strafe von mehreren tausend Euro und das Ende
der Demos). Langsam aber sicher sollen unsere Proteste erschwert werden.
Bereits am Flughafen Zürich wurden die Demonstrationen fast
verunmöglicht. Wir lassen uns davon aber nicht einschüchtern sondern
reagieren mit noch viel mehr Elan, Einsatz und Engagement und lachen
AirFrance und der Staatsgewalt ins Gesicht.

/FÜR DIE FREIHEIT, FÜR DAS LEBEN, AIR FRANCE VON DER STARTBAHN FEGEN/

Alle Infos zu unseren Aktionen folgen laufend auf unserer Webseite und auf:

fb.com/trgbasel/events

*Besammlung:*

*um 15h30 bei der Bushaltestelle (Abflug), diejenigen, die in einem
unserer kreativen Theater mitspielen möchten, treffen sich bereits um
15h15 bei der Bushaltestelle. *

Mitbringen, wer kann: Trillerpfeifen, Trommeln

València en flames 12.+13. Februar in Bern

Posted in Avrupa haberler, Deutschsprachige Artikel, English with tags on 12/02/2015 by Karakök
 http://faubern.ch/

 

files/fau-bern/Aktuell/ValenciaFront.jpg

 

Die Finanzkrise, die 2008 begann, hatte für einige westliche Länder schwerwiegende Auswirkungen. In Europa sind v.a. Länder der südlichen Peripherie wie Griechenland, Portugal und Spanien davon betroffen. Grosse Teile der Gesellschaft befinden sich dort in einer zunehmend prekären Situation mit hoher Arbeitslosigkeit und Sozialabbau durch die staatlichen Austeritätsprogramme. In Spanien führte dies zu einer Intensivierung der gewalttätigen Proteste und der damit einher gehenden polizeilichen Repression. In der Küstenstadt Valencia (Spanien) äussert sich die Situation neulich in einer Zunahme sozialer Proteste. In den letzten fünf Jahren zeigte sich ein verstärktes Selbstbewusstsein der Protestierenden gegenüber der Staatsgewalt sowie ein zunehmender Organisationsgrad.

Zur Verbreitung dieser Informationen werden uns Genossen aus Valencia auf englisch mit deutscher Übersetzung im Infoladen in Bern (12.&13.02.15) und im magazin in Basel (14.&15.02.15) von den Vorgängen berichten: jeweils am ersten Tag über Strassenkämpfe und am zweiten Tag über das Quartier “El Cabanyal”, wo verschiedene soziale (Besetzer-)Gruppen im Widerstand gegen ein riesiges städtisches Gentrifizierungsprojekt eine Allianz gebildet haben. Zudem finden in Bern in der Cafete zwei Solikonzerte statt,

 

Programm:

12. Februar

18:00 Update

Jüngste Ereignisse in den Strassen von Valencia (von den “Indignados” bis heute)
Dauer: 45min – 1h

19:00 Essen
natürlich Vegan

20:00 Erkenntnisse
Stand der Kämpfe und Perspektiven
Dauer: 45min – 1h

22:00 Solikonzert in der Cafete
Band: Raptus de Follia (Grindcore)
13. Februar
18:30 El Cabanyal

Das Quartier im Widerstand gegen die Gentrifizierung
Sprache: Spanisch (englisch übersetzt)
Dauer: 45min – 1h

19:30 Pause
Tea-Time
20:00 Dokumentarfilm: La Punta
“A tornallom”
Sprache: Englisch
Dauer: 30min

21:30 Konzerte in der Cafete
BAND 1 : TMC-crew (Rap)
BAND 2 : Chaostruppe (Rap)
DJ: Joe the Bossless (Ska, Reggae, Soul)

yunanistan Selanik ; tutukluluk, özel şartlar ve lohusalık yasasina karsi Anarsistler

Posted in Avrupa haberler, Direnis, Duyurular, Haberler with tags , , on 05/02/2015 by Karakök

tutukluluk, özel şartlar ve lohusalık yasasina   karşı anarşistlerin birligi

λαμια


AUTH Hukuk Fakültesi’nde Müdahale

Dun sabah   anarsistler mecburi ders seçimindeki, ceza hukuku dersine karsi  AUTH Hukuk fakultesi onunde el ilanları, bildiriler dagitildi ve duvarlara  sloganlar yazildi.

Tüm cezaevlerinde boykot ve yangın

Tutukluluk özel şartlar ve lohusalık kurumu karşı anarşistler

SELANİK - cezaevleri tip III karşı Müdahale

KEIN FRIEDEN MIT DER NATO Stoppt den Konfrontationkurs und die neue NATO-Aufrüstung

Posted in Avrupa haberler, Deutschsprachige Artikel, English with tags on 04/02/2015 by Karakök
Plakat-SiKo-2015-s280
Auf der sogenannten Sicherheitskonferenz (SIKO) geht es – entgegen der Selbstdarstellung der Veranstalter – weder um Sicherheit noch um Frieden auf dem Globus. Die SIKO ist eine Versammlung wirtschaftlicher, politischer und militärischer Machteliten vor allem aus den NATO- und EU-Staaten, die sich über Strategien zur Aufrechterhaltung ihrer globalen Vorherrschaft und über gemeinsame Militärinterventionen verständigen.Vor allem aber ist die SIKO ein medienwirksames Propaganda-Forum zur Rechtfertigung der NATO, ihrer Milliarden-Rüstungsausgaben und ihrer auf Lügen aufgebauten völkerrechtswidrigen Kriegseinsätze, die der Bevölkerung als „humanitäre Interventionen“ verkauft werden.

Bundespräsident Gauck nutzte die SIKO 2014 als Tribüne zur Werbung für eine stärkere deutsche Kriegsbeteiligung. Deutschland müsse sich „früher, entschiedener und substanzieller“ militärisch engagieren. Außenminister Steinmeier und Kriegsministerin von der Leyen stießen ins selbe Horn. Für die herrschende Machtelite ist die angebliche „militärische Zurückhaltung“ längst ein Relikt der Vergangenheit. Die neue Großmachtpolitik Deutschlands – getarnt als „weltpolitische Verantwortung“ – ist inzwischen Bestandteil einer offensiven Propaganda-Kampagne staatstragender Politiker und Medien und Richtschnur deutscher Außenpolitik. Dabei wird selbst die Unterstützung der von Faschisten durchsetzten Kiewer Regierung akzeptiert.

Mit der NATO gibt es keinen Frieden

Als militärischer Arm der reichsten westlichen kapitalistischen Staaten ist die NATO eine Kriegsallianz zur globalen Durchsetzung von deren wirtschafts- und machtpolitischen Interessen. Sie ist eine Bedrohung für die ganze Menschheit. Sie garantiert eine Weltordnung, in der 1% der Menschen 40% des Weltvermögens besitzen; eine Wirtschaftsordnung, die sich durch Ausbeutung von Mensch und Natur am Leben hält und zugleich die menschlichen Lebensgrundlagen zerstört.

Nach dem Scheitern der NATO im Irak, in Afghanistan und Libyen wird jetzt Russland als Feindbild wiederbelebt und ein brandgefährlicher Konfrontationskurs in Gang gesetzt: Durch Errichtung und Ausbau von NATO-Militärstützpunkten in den osteuropäischen Ländern, Aufstellung einer 4000 Mann starken „Schnellen Eingreiftruppe“, militärischer Aufrüstung Kiews, NATO-Truppenmanöver in der Ukraine und Ausbau der NATO-Raketenabwehr. Nicht zuletzt versucht die NATO unter Verweis auf den neuen Gegner, noch höhere Rüstungsausgaben zu rechtfertigen und durchzusetzen.

Kapitalismus und Krieg – zwei Seiten einer Medaille

Je mehr sich die Krisen des neoliberalen Kapitalismus häufen, desto brutaler werden die Profitinteressen von Konzernen, Banken und der Rüstungsindustrie durchgesetzt – ökonomisch mit dem geplanten Transatlantischen Freihandelsabkommen EU/USA (TTIP) – und nicht zuletzt auch mit militärischer Gewalt.

Gleichzeitig ist Deutschland seit Jahren unter Bruch der Verfassung nicht nur die militärische Drehscheibe für die Aggressionskriege der USA und der NATO, sondern an diesen Kriegen direkt und indirekt beteiligt. Nach wie vor ist Deutschland drittgrößter Waffenexporteur der Welt.

Die Bilanz imperialer Machtpolitik: Zehntausende Tote, Hunger und Not, Zerstörung von Umwelt und Infrastruktur, Erstarken des IS-Terrors – und damit namenloses Elend mit Millionen von Flüchtlingen, gegen die sich Europa durch ein tödliches Grenzregime abschottet.

Wir erklären den selbsternannten „Weltherrschern“, die zur SIKO nach München kommen und den Regierungschefs beim G7-Gipfel im Juni 2015 in Elmau: Ihr seid hier und überall auf der Welt unerwünscht.

Wir sind Teil einer weltweit wachsenden Bewegung, die eine Zukunft ohne Rüstung und Krieg mit gleichwertigen Lebensbedingungen aller Menschen anstrebt. Für Frieden und Gerechtigkeit in einer Welt ohne Ausbeutung von Mensch und Natur.

NO JUSTICE – NO PEACE
Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden

Kommt zur Demonstration in München
am Samstag, 7. Februar 2015 um 13 Uhr, Marienplatz

EZB gestürmt

Posted in Avrupa haberler, Deutschsprachige Artikel, English with tags on 04/02/2015 by Karakök

Am letzten Wochenende kamen über 600 Aktivist_innen nach Frankfurt, um das transnationale Blockupy-Festival mit Inhalten und Begegnungen zu füllen. Aus mehr als 10 Ländern konnten etwa 150 internationale Teilnehmer_innen begrüßt werden. In 5 mehrtägigen Arbeitsgruppen und 30 kleineren Workshops wurden Aspekte der Krise, die politischen Zukunftsperspektiven von Blockupy diskutiert und Verabredungen zur weiteren transnationalen Vernetzung getroffen. Darüber hinaus gab es eine gut besuchte Party und mehrere größere Diskussionsveranstaltungen, die über die gesamte Stadt verteilt, stattfanden. Stellvertretend für viele internationalen Aktivist_innen kommentiert Vanessa Bilancetti von Dinamo Press in Rom/Italien die Stimmung: „We feel being here not as guest or participants, but as a part of Blockupy.“

3000 bei Demo zur neuen EZB + X

An der Demonstration im Rahmen des Blockupy-Festivals gegen die europaweiten Verarmungsprogramme und die autoritäre Krisenpolitik der Troika aus Europäischer Zentralbank, EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds nahmen an die 3000 Menschen teil. Unter dem Motto “Umzug zur neuen EZB – wir packen mit an!” zogen sie vom Paulsplatz in der Innenstadt zum neuen Gebäude der EZB im Frankfurter Ostend. Viele Demonstrierende – darunter wiederum zahlreiche Menschen aus anderen Ländern – trugen beschriftete Umzugskartons mit sich, um der EZB symbolisch all das zurückbringen, was ihrer Ansicht nach auf den Müllhaufen der Geschichte gehört: Verelendung, die Privatisierung von Gemeingütern Güter, die Zerstörung der Gesundheitssysteme, eine rassistische und sexistische Spaltung der Gesellschaft sowie Kriege zur Ressourcensicherung.

Bei der EZB im Ostend angekommen, überwanden hunderte Aktive die Absperrung um das Gebäude und luden ihre Umzugskartons mit dem Politik-Müll direkt vorm Eingang der Zentralbank ab. Aktive markierten die EZB zudem mit den Blockupy-Farben Rot, Grün und Blau als Krisenakteur. “Mit unserer Aktion haben wir deutlich gemacht: Wir werden uns nicht gewöhnen. Denn weiterhin gilt: Die Kürzungspolitik tötet. Die Herrschenden verschärfen ihre – jetzt softer verpackten – Strukturprogramme. Sie wollen die Troika-Politik schleichend zum Normalbetrieb machen: Minijobs und Hartz IV, autoritäre Politik und Sozialabbau, rassistische Abschiebung und Privatisierung öffentlicher Güter. Die Krise soll zur Lebensform werden”, sagte Blockupy-Sprecher Sebastian Drewlo. “Dem setzen wir unseren Widerstand entgegen und streiten weiter für unsere Alternativen: Demokratie von unten und grenzüberschreitende Solidarität mit den Opfern der Krisenpolitik.”

Der lautstarke Protestzug durch die Stadt und die anschließende kreative Markierung der EZB in den Blockupy-Farben wurde allgemein als Erfolg gewertet. Leider wurden durch den völlig sinnlosen und überzogenen Pfefferspray-Einsatz der Polizei rund 20 Menschen leicht verletzt. Christian Linden von Blockupy kommentierte die Demo: „Wir haben getan, was wir vorher angekündigt hatten. Über hundert Menschen haben den Zaun überstiegen und der EZB ihren Müll direkt vor die Tür gebracht.“

18.3.2015 TAG X: Die EZB-Einweihungsfeier: Blockieren! Stören! Verhindern!

Auf die Ankündigung der EZB ihre Einweihungsfeier am 18. März nächsten Jahres abzuhalten wurde umgehend reagiert: Ein internationaler Aufruf am 18. März 2015 in Frankfurt Protest zu organisieren wurde noch am Sonntag auf dem Festival beschlossen. Zudem wurde sich dort über die weitere Vorgehensweise verständigt. Erste Beschlüsse über den Ablauf und die Choreographie werden noch für dieses Jahr erwartet. Dass ein breiter Protest stattfinden wird gilt als jedoch schon als sicher. Denn die EZB ist eine der treibenden Kräfte bei der sozialen Verelendung der europäischen Bevölkerung. Jeder Versuch einer medialen Selbstbeweihräucherung seitens der EZB ist inakzeptabel. Tausende Aktivist_innen aus ganz Europa und darüber hinaus werden daher wohl eine ungestörte Einweihungsfeier zu verhindern wissen.

Quelle: linksunten.indymedia.org

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