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Wut und Trauer – Solidarität mit den GenossInnen in österreich

Posted in Deutschsprachige Artikel with tags , , , on 06/08/2009 by Karakök

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 Mit Wut und Trauer zugleich vernahmen wir die Nachricht des erschossenen, 14-jährigen Florian P. Staaten und ihre ergebenen Wächter sind Mörder, überall auf der Welt. Die Polizei greift skrupellos an, schlägt zu, tötet und terrorisiert.

In deutschland wurde am 29.06.1994 der 17-jährige Halim Dener von zwei deutschen Bullen getötet.

Am 21.11.2004 wurde der 12-jährige Ugur Kaymaz aufgrund seiner kurdischen Herkunft von türkischen Sicherheitskräften mit 14 Schüssen getötet.

In griechenland wurde der 14-jährige Alexandros Grigoropoulus am 08.12.2008 von der Polizei ermordet.

Am 31.01.2008 tötete die Polizei in Oakland (usa) vor den Augen Aller den 22-jährigen Oscar Grant.

Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen.

Gemäss den Angaben der Kremser Polizei sollen Florian und sein 16-jähriger Freund nachts in einen Supermarkt eingebrochen sein und aus dem Depot Sachen entwendet haben. Florian sei gestorben durch die Kugeln, welche die Bullen von rücklings auf ihn abgeschossen haben. Selbst wenn diese Geschichte stimmt: Diebstahl berechtigt keine Tötung!

Der Fall hat uns ein weiteres Mal die neue Realität der staatlichen Repression aufgezeigt. Was den Kapitalisten nicht passt, wird kurzerhand vernichtet in einer immer skrupelloseren und brutaleren Art und Weise. Die zunehmende Paranoia der Bullen, überall und in jedem Menschen einen Verdächtigen zu vermuten, nimmt immer aggressivere Ausmasse an. Ohne zu zögern, zeigen sie offen, zu welchen Taten sie gegenüber der Bevölkerung bereit sind, um ihren Profit durchzusetzen.

Egal wo, gegenüber dieser rohen Gewalt und Barbarei von Staaten und ihren Institutionen können wir nicht stumm bleiben! Unsere Aufgabe ist es, ihre grausame Politik und ihre repressiven Systeme ins Wanken zu bringen.

In diesem Sinne möchten wir unsere Solidarität mit den Genossinnen in österreich aussprechen.

 

*Karakök Autonome ( türkei/schweiz )

*Efendisizler (deutschland)

Reklamlar

Wien: Demo gegen die polizeiliche Erschießung von Florian P.

Posted in Deutschsprachige Artikel with tags , on 06/08/2009 by Karakök

Ab 18 Uhr sammelten sich die AktivistInnen bei der Hauptuniversität. Polizei war schon zugegen und sollte sich auch im Laufe der Demo noch relevant vermehren. Zirka 150 Leute zogen etwa um halb 7 unangemeldet und von den Bullen begleitet den Ring hinunter, und vorbei an der Bundespolizeidirektion, zum Schwedenplatz. Die Demo war laut, reichlich Böller machten auf die aktion aufmerksam. Über mehrerer Transparente und Flugblätter wurden PassantInnen über die tödlichen Schüsse auf die Kids in der Nacht zuvor informiert.

Vom Schwedenplatz zog die demo durch den ersten Bezirk und wurde von einer Reihe Wegaschweine direkt vor dem Stephansplatz gestoppt. Die ersten Reihen der Demo versuchten zweimal die Polizeireihe zu durchbrechen, die Cops knüppelten sie zurück.

Da gut zwei Drittel der Demo aber an den Seiten vorbei gekommen waren zogen sich die Wega nach ca. 15 Minuten zurück und die Demo ging quer über den Stephansplatz weiter Richtung Innenministerium. Dort waren aber schon starke Einsatzkräfte konzentriert also gings die herrengasse hinaus zurück zur Uni wo sich die Leute auflösten.

Von Festnahmen ist nichts bekannt. Ein paar blaue Flecken wird die eine oder der andere aber schon abbekommen haben. Alles in allem eine, für Wiener Verhältnisse, und ein paar Stunden Mobilisierung, große und entschlossene Demo.

Stellt sich die Frage wann gehts weiter? Jetzt nicht lockerlassen!

NO JUSTICE, NO PEACE!!!!

Quelle: http://austria.indymedia.org/node/15254

14-Jähriger bei Einbruch in Supermarkt erschossen

Posted in Deutschsprachige Artikel with tags , , on 06/08/2009 by Karakök

Beamte wollten zwei Verdächtige festnehmen, als es zum Schusswaffengebrauch kam – Jugendliche seien „amtsbekannt“ – Sie trugen keine Schusswaffen.

Krems – Ein Einbruch in einen Merkur-Markt in Krems a.d. Donau hat am Mittwoch in den frühen Morgenstunden für einen 14-Jährigen tödlich geendet. Der Jugendliche wurde in der Filiale von der Polizei erschossen, sein noch 16-jähriger Komplize schwer verletzt. Beide Burschen seien „amtsbekannt“ und stammten aus Krems, sagte der Kremser Erste Staatsanwalt Friedrich Kutschera in einer Pressekonferenz in St. Pölten. Die Behörde leitet die Ermittlungen.

Laut Oberstleutnant Roland Scherscher vom Landespolizeikommando NÖ war um 2.28 Uhr in dem Supermarkt der stille Alarm ausgelöst worden. Daraufhin sei eine Streife zu der Filiale in der Landersdorfer Straße 8 entsandt worden und etwa gleichzeitig mit einem Vertreter von Merkur eingetroffen. Bei der Kontrolle in dem Objekt sei es gegen 2.55 Uhr in völliger Dunkelheit zu einem „plötzlichen Kontakt“ mit den Tatverdächtigen und zur Abgabe von Schüssen gekommen.

Spitzhacke und Schraubenzieher als Einbruchswerkzeug

Die Burschen hatten selbst offenbar keine Schusswaffen bei sich. Sie trugen einen Schraubenzieher und eine Gartenhaue bei sich und seien demnach „im technischen Sinn“ bewaffnet gewesen, nicht jedoch nach dem Waffengesetz, erläuterte der Kremser Erste Staatsanwalt Friedrich Kutschera in einer Pressekonferenz. „Keine weitere Auskunft“ erteilte Kutschera dahingehend, weshalb die Jugendlichen „amtsbekannt“ seien.

Die Leiche des 14-jährigen Florian P. sollte noch am Mittwoch obduziert werden, sagte der Staatsanwalt. Die Tatortbearbeitung erfolgt durch das Landeskriminalamt NÖ. Mit der Untersuchung des Schusswaffengebrauchs durch die beiden Beamten der Kremser Streife habe das Innenministerium das Landespolizeikommando OÖ betraut.

Seitens der Staatsanwaltschaft seien die Polizisten und Zeugen zu vernehmen, erläuterte Kutschera das weitere Prozedere. Außerdem werde ein Sachverständigengutachten eingeholt. Die Beamten seien psychisch schwer beeinträchtigt. Es handle sich um erfahrene Kollegen, die nunmehr durch die Polizei selbst psychologisch betreut würden, so Scherscher. Wann die Beamten vernehmungsfähig seien, stehe vorerst nicht fest, sagte Kutschera.

Ob die Beamten attackiert worden seien, wisse er nicht, verwies der Staatsanwalt darauf, dass noch keine Einvernahmen stattgefunden hätten. Zu dem Schusswaffengebrauch sei es vor dem Fleischlagerraum gekommen. Die Verdächtigen hätten sich dort in einer Nische versteckt. Im Supermarkt sei es jedenfalls „völlig dunkel“ gewesen.

Ein Projektil gefunden

Vorerst sei ein Projektil gefunden worden, es habe „sehr hoch oben“ eingeschlagen. Ob es sich dabei um einen Warnschuss gehandelt habe, könne er nicht sagen. Kutschera unterstrich, dass beide Beamten gefeuert hätten. „Wer getroffen hat, weiß ich nicht.“

Die Spurensicherung am Tatort bezeichnete der Staatsanwalt u.a. unter Verweis auf „volle Regale“ als „sehr kompliziert“. Es handle sich um „umfangreiche Arbeit“. Die Merkur-Filiale sei geschlossen.

Rollbalken aufgezwängt

Fest steht, wie die laut Kutschera gebürtigen Österreicher Florian P. (14) und der noch 16-jährige R. in die Filiale gelangt waren. Sie hätten demnach zunächst versucht, die Hintereingangstür aufzubrechen, was jedoch nicht gelungen sei. Daraufhin hätte das Duo den Rollbalken einer Laderampe aufgezwängt und damit den stillen Alarm ausgelöst. Die Jugendlichen seien nicht dazu gekommen, etwas zu stehlen, so Kutschera.

Es stand vorerst auch noch nicht fest, ob die Beamten bei der Kontrolle der Filiale mit Taschenlampen ausgerüstet waren, so Chefinspektor Martin Hollunder. Sie hätten bei ihrem Einsatz keine Verstärkung angefordert, ergänzte Oberstleutnant Roland Scherscher vom Landespolizeikommando. Er bezeichnete den Schock bei den Angehörigen des Getöteten ebenso wie des verletzten Jugendlichen als sehr groß. „Wir bedauern den Ausgang dieses Vorfalls, der genau untersucht wird.“

Einsatztraining

Hollunder, der Bundeseinsatztrainer ist, verwies darauf, dass Polizeibeamte 20 Stunden Einsatztraining pro Jahr zu absolvieren hätten. Es handle sich dabei um jeweils vier Stunden Schießen, Einsatztechnik und -taktik sowie um acht Stunden „interaktives Szenarientraining“ mit Kunststoffmunition und Schutzausrüstung. Letzteres könne „annähernd jenen Stress erzeugen“, der der Realität nahekomme. Pfefferspray gehöre zur Ausrüstung der Beamten, erziele jedoch nur bis zu einer Entfernung von maximal vier Metern Entfernung auch Wirkung. Eine damit attackierte Person könne nicht nur kampffähig bleiben, sondern durch den ausgelösten Schmerz sogar noch aggressiver werden, so der Bundeseinsatztrainer.

Quelle: http://derstandard.at/1246543867563/Polizisten-erschiessen-unbewaffneten-Jugendlichen