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1. Mai in St. Petersburg

Posted in Deutschsprachige Artikel with tags , , , on 05/05/2009 by Karakök

Der anarchistische 1. Mai in St. Petersburg stand ganz in der Zeichen des erstarkenden autoritären und faschistoiden Staates: Am Anfang des Demozuges liefen die Parteiblöcke der 13 Stadtquartiere der Einheitspartei (“Einig Russland”), wo nach gut sowjetischer Tradition die ArbeiterInnen der Staatsbetriebe und ArbeiterInnen- und Studentenheime gezwungen waren, mit Fähnchen bewaffnet hinter den gemieteten cheerleaders hinterherzutrotten. Dann kam ein von Jahr zu Jahr schrumpfender, überalterter Miniblock der Kommunistischen Partei und ein eher grosser der unabhängigen Gewerkschaften. Ebenfalls vertreten waren die Nationalbolschewiki (rote Faschos), die Bewegung gegen illegale Immigration, die Grossrussen (imperiale Faschos mit langen Bärten), irgendsoeine Fascho-Jugendorganisation und ein faschistischer schwarzer Block, wo die Fascho-Skins mitliefen. Unsere Anarchos sollten mit ihrem Piratenblock inmitten dieses widerlichen Gesockse mitlaufen, so stand es auf der Demoerlaubnis. So weit kam es aber nicht, da die OMON – unsere Robocops hier – die etwas über 100 PiratInnen sofort umstellten und sie in drei Stadtautobuse verfrachtete, die bereits bereit standen. Dabei hatten die Anarch@s ihre Teilnahme eingegeben und diese war erlaubt worden, ganz zu schweigen von den zwei Monaten härteste Organisationsarbeit für den Piratenblock. Auf dem Weg zu den Polizeiposten gelang es den Leuten aus dem einen Bus zu entkommen – dieser stand im Stau – die anderen wurden nach einigen Stunden, Fingerabdrücken und Vorladungen entlassen.

Verhaftung:

Weitere Videos: 

Vesna

Nachricht aus Russland

Posted in Deutschsprachige Artikel with tags on 13/04/2009 by Karakök

hi,

ich bin jetzt in russland, in Sankt-Petersburg.

hier ist Frühling angefangen.endlich Sonne. Es gibt auch etwas zu erzaehlen. zwei hausprojekte existieren momentan. einer wie versammlungs- und partyraum. anderer wie kleiner wohnprojekt.

ich war auch bei einer aktion festgenommen und 48 stunden in der zelle verbracht. die folgen sollen nicht besonders schwer sein. maximum bussgelder in etwa 20-30 euro oder vielleicht gar nichts, weil die bullen gegen allen moeglichen regelungen verstoßen haben. wir wurden auch nicht geschlagen, wegen ganzen medien aufmerksamkeit und unzahligen anrufen, die unsere freunde draussen organisiert haben.

die aktion war gegen polizeibrutalitaet und willkuer. eine woche vorher war eine spontandemo. einige festnahmen. viele ganz junge anarchisten stark geschlagen. und unsere aktion war eine reihe “einzelperson-kundgebungen”. laut
gesetz hier, du darfst als buerger alleine kundgebung machen, ohne die anzumelden. das heist alleine stehen.
und wir standen in der hauptstrasse mit abstand in etwa 40-50 meter. alles hundertpro legal. 🙂  etwa 40-50 teilnehmer und vier festnahmen. standen mit kleintranspis und absurden fannen (aus allen materialien gemacht, die wir gefunden haben. sogar bettwaesche  🙂  ). und flugis verteilt. meine waren in 20 min. alle. das ist hier sehr gut.

die aktion kam sehr gut bei spaziergaenger an. auch viele berichte in lokalpresse.

nach 48 stunden im gericht freigelassen (prozess vertagt. papiere werden jetzt ewig durch instanzen zur anderer gericht laufen). genossInen haben uns mit sehr lustigen aktion angetroffen – so ein russischer brauch
nachgemacht, wo immer eine frau gaeste mit brot und salz trifft. echt tierisch antirussisch  🙂

beste gruesse, und gruesse an alle

efendisizler

p.s. links mit fotos…

http://piter.indymedia.org/node/6169

http://viewmorepics.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewPicture&friendID=389132801&albumId=1444988&page=1

http://rash-spb.org/?p=424rusyarusya-3rusya-1