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Protest gegen Kriegstreiber Kagan an UniZH

Posted in Deutschsprachige Artikel with tags , , , on 06/10/2009 by Karakök

vorne1

Vergangenen Frühling hat das SIAF für Aufsehen gesorgt, als es die neoliberalen Hardliner Daniel Vasella, Jean-Pierre Roth und Peter Brabeck an die Uni Zürich eingeladen hat. Um dieser ideologischen Offensive etwas entgegenzusetzen. gründeten wir das Aktionskomitee Uni von Unten. Mit Kundgebungen und Gegenveranstaltungen kritisierten wir das SIAF und die (Geschäfts-)Politik ihrer Referenten. Viele Studierende schlossen sich diesem Protest an und auch in der Öffentlichkeit wurde Kritik am SIAF laut.

Wir hätten erwartet, dass sich das SIAF nach den massiven Protesten von der Uni zurückzieht, allerwenigstens aber in Zukunft keine so provokativen Veranstaltungen mehr durchführt. Stattdessen setzt das SIAF mit dem Vortrag vom kommenden Mittwoch noch eins drauf: Mit Robert Kagan lädt das SIAF einen der führenden Köpfe der Neokonservativen in den USA ein. Kagan war Mitbegründer und Teil der Leitung des „Project for the New American Century“ (PNAC). Dieser Think-Tank forcierte bereits 1998 die Invasion in den Irak und ist auch angesichts der desaströsen Entwicklung des Irakkriegs nie von der Forderung nach einer möglichst aggressiven Besatzung des Landes abgewichen. Der Irakfeldzug ist für das PNAC ein wichtiger Schritt bei der Errichtung einer Pax Americana für das 21. Jahrhundert, sprich der globalen Hegemonie der USA. Dieser Führungsanspruch sei mit Hilfe eines „weltweiten Kommando- und Kontrollsystems“ nötigenfalls auch kriegerisch durchzusetzen. Dabei sei auch die Entwicklung biologischer Waffen nicht auszuschliessen.

In Europa, so Kagan, fehle leider immer noch der nötige „Sinn für militärische Notwendigkeiten“. Die Einladung des SIAF ist da eine willkommene Gelegenheit, mit dem „schwächlichen“ europäischen Vertrauen in die Diplomatie und das Völkerrecht aufzuräumen und auf die militärische Weltherrschaft der USA einzustimmen.

Indem die Universität Zürich solche hochreaktionären Propagandaveranstaltungen anbietet, unterstützt sie politische Positionen, die mit fortschrittlichem Denken völlig unvereinbar und einer kritischen Bildungseinrichtung unwürdig sind. Deshalb rufen wir zum Protest gegen diese Veranstaltung auf.

Kommt alle am Mittwoch, 7.10.09 um 17.45 zur Kundgebung beim Haupteingang der Uni Zürich

Weder Wirtschaftsbosse noch Kriegstreiber an unserer Uni!
Kagan go Home!
SIAF abschaffen!

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SIAF: getarnter rechter Think-Tank

Das Schweizerische Institut für Auslandsforschung wurde 1943 auf Anregung des Bundesrates
gegründet. Es behauptet zwar, keine „politisch-ideologische Parteinahme“ zu verfolgen, ihre Referentenauswahl spricht aber eine ganz andere Sprache : Vom Nato-Generalsekretär bis zu Wirt-
schaftsbossen wie Josef Ackermann kommt praktisch ausschliesslich das Spektrum von Rechtsliberal bis Rechtskonservativ zu Wort. Vorstand und Kuratorium des SIAF lesen sich wie ein „Who-is-who“ des
Schweizerischen FDP-UBS-Wirtschaftsfilz. Dieser macht an den SIAF-Vorträgen denn auch das Publikum aus. Nur wenige Studierende lassen sich vom SIAF in den Hörsaal locken.

Das SIAF ist der Universität angegliedert und erhält dadurch den Schein der Wissenschaftlichkeit. Wir finden, dass ein rechter Think-Tank an der Uni nichts verloren hat und setzen darum unseren Protest fort.

Reklamlar

Protestkundgebung gegen Nestlé-Chef (Uni Zürich)

Posted in Deutschsprachige Artikel with tags , , on 11/05/2009 by Karakök

Kommt alle zur grossen Protestkundgebung am 12.5.2009 um 17.15 Uhr beim Haupteingang der Uni Zürich an der Rämistrasse 71. Es gibt Reden, eine Wasserbar und Tanzvergnügen mit DJ King Kong. Formulieren wir eine Gegenstimme zu den neoliberalen Beschwörungsritualen des SIAF!

Mit seiner Vortragsreihe bietet das Schweizerische Institut für Auslandforschung verschiedenen Grossunternehmern die Gelegenheit, an der Uni Zürich ihre Geschäfte in ein sonniges Licht zu rücken und über die Herausforderungen der Zeit und dergleichen zu schwadronieren.
Prestigeveranstaltungen dieser Art bilden den ideologischen Soundtrack zum derzeitigen massiven Umbau der universitären Bildung: bislang unabhängige Forschungsfelder werden zunehmend mit privaten Mitteln getragen, Studiengänge, die nicht direkt ökonomisch verwertbar sind, werden wegrationalisiert, und in den Entscheidungsgremien der Universitäten und Forschungsfonds sitzen immer mehr Delegierte aus der Privatwirtschaft.
Damit läuft die Universität Gefahr, jeden Anspruch auf eine unabhängige und kritische Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse preiszugeben und zu einer Wasserträgerin der wirtschaftlichen Eliten zu verkümmern.

Letzte Runde: Peter Brabeck Peter Brabeck hat als VR-Präsident von Nestlé längst traurige Berühmtheit erlangt. Dieser Konzern erwirtschaftet seine Firmengewinne (2008: 19 Milliarden Franken) unter anderem mit folgenden Geschäftsstrategien:
Er treibt die Privatisierung des Wassers rigoros voran und verunmöglicht so unzähligen Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Mit aggressivem Marketing versucht Nestlé, in armen Regionen Milchpulver als Ersatz für natürliche Muttermilch durchzusetzen, mit fatalen gesundheitlichen Folgen für die betroffenen Säuglinge.
Die zahlreichen Niederlassungen des Konzerns sind berüchtigt für ihre miserablen Arbeitsbedingungen: kaum eine Tochterfirma, in der es noch nicht zu erbitterten Auseinandersetzungen zwischen Geschäftsleitung und ArbeiterInnen gekommen wäre.

All dies wird weltweit scharf kritisiert. Nestlé reagiert darauf mit rabiaten Mitteln, lässt Gewerkschaften überwachen und NGOs bespitzeln. Gleichzeitig tingelt Peter Brabeck von einer Werbeveranstaltung zur nächsten, um sich und sein Unternehmen wortreich zu beweihräuchern.
Die Uni ist nun aber ein Ort des kritischen und reflektierten Dialogs, nicht der aufdringlichen und einseitigen Konzernwerbung. Daher rufen wir auf zum Protest gegen diese Veranstaltung.

Für eine Uni frei von Konzerninteressen!
Für einen kritischen und differenzierten Diskurs an der Universität!
Gegen die Privatisierung der Bildung!

Solidaritätserklärung und Einladung zu weiterem Protest

Posted in Deutschsprachige Artikel with tags , on 11/05/2009 by Karakök

Das Komitee “Uni von Unten” verurteilt den Polizeieinsatz gegen die AktivistInnen, die am 6.5.09 gegen den Néstle-Boss Brabeck protestierten und lädt diese ein, ihren Protest am 12.5.09 beim Auftritt Brabecks an der Uni Zürich fortzusetzen: Liebe Beteiligte des Anti-Brabeck-Protests in Luzern, Liebe Unia Jugend, Mit Freude haben wir erfahren, dass auch ihr euch gegen einen Auftritt von Néstle-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck wehrt und seinen Auftritt am Menschenrechtsforum in Luzern nicht tatenlos hingenommen habt. Wir möchten euch zur gelungenen Aktion gratulieren. Wir sind jedoch ebenso empört über den skandalösen Polizeieinsatz der Luzerner Polizei und solidarisieren uns hiermit mit den Opfern dieses Einsatzes. Leider konnten wir uns nicht selbst an eurem Protest beteiligen, da wir am 6.5.09 ebenfalls einen umstrittenen Referenten kontern mussten. Mit einer eigenen Veranstaltung setzten wir einen Gegenpunkt gegen den Vortrag des Nationalbankchefs und Mitverantwortlichen für das Bankenrettungspaket Jean-Pierre Roth. In der gleichen Veranstaltungsreihe soll nun am nächsten Dienstag auch Brabeck sprechen. Wir möchten euch alle einladen, den berechtigten Protest gegen Peter Brabeck fortzusetzen und am 12.5.09 um 17.15 an unserer Protestkundgebung mit anschliessendem Tanzvergnügen vor dem Hauptgebäude der Uni Zürich (Rämistrasse 71) teilzunehmen.

Mit solidarischen Grüssen,

Uni von unten